Solidarität mit #iswbesetzt

Die FSI Gender Studies solidarisiert sich hiermit mit den Besetzer*innen des ISW und ihren Forderungen. Wir unterstützen den legitimen Protest von Studierenden, Stadt- und Mietinitiativen, Dozierenden, Mitarbeiter*innen und allen anderen, die sich momentan im ISW gegen die fadenscheinig begründete Kündigung von Dr. Andrej Holm und für ein selbstbestimmtes, kritisches und selbstorganisiertes Leben und Lernen einsetzen.

Es ist nicht hinnehmbar, dass der Wille der Student*innen, wie und von wem sie lernen wollen, völlig übergangen wird und die Humboldt Universität und insbesondere ihr Präsidium lediglich ihre eigenen (politischen) Interessen durchsetzen. Wir halten es für einen Ausdruck dieser Interessen, dass Dr. Holm gekündigt wurde – eine Entscheidung, die auch mehrere Arbeitsrechtler*innen für überzogen und unbegründet halten[1] – während rechte Professoren wie Jörg Baberowski, Herfried Münkler und Markus Egg (AfD) von der HU weiterhin uneingeschränkt in Schutz genommen werden.

Diese Entwicklung an unserer Universität werden wir nicht weiter hinnehmen.

Wir sehen uns im ISW.

#holmbleibt

#iswbesetzt


[1] Vgl. z.B. http://kanzlei72a.de/downloads/Erklaerung.pdf

 

aktuelle Infos über die Besetzung findet ihr auf Facebook unter Holm Bleibt, auf Twitter @holmbleibt und auf dem Blog ISWbesetzt

StuPa-Wahlen 2017 – dezentrales Wahllokal

Am 17. und 18. Januar stehen wieder die StuPa-Wahlen an. Das Studierendenparlament ist das höchste studentische Organ der Universität und wird jedes Jahr neu gewählt. Dafür wird es zentrale sowie dezentrale Wahllokale geben. Zur Wahl mitbringen müsst ihr einen gültigen Lichtbildausweis (Perso, Pass, Führerschein, Sozialversicherungsausweis) und euren aktuellen Studiausweis. Weitere Informationen zur Wahl und den Listen findet ihr in dieser Broschüre.

Wir als FSI werden am Dienstag ein Wahllokal eröffnen von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Dieses befindet sich in unserem FSI-Raum, d.h. in der Georgenstr. 47, Raum 106. Der Raum ist über Aufzug und elektronischen Türen mit dem Rollstuhl erreichbar.

Hier können alle Student_innen wählen, die im Kernfach an den folgenden Instituten eingeschrieben sind: Insitut für Kulturwissenschaft, Institut für Musik- und Medienwissenschaften, Institut für Kunst- und Bildgeschichte und Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien. Das bedeutet, dass leider nicht alle B.A. Gender Studies Student_innen bei uns wählen können, da dies nicht deren Hauptfach ist.

Alternativ gibt es zentrale Wahllokale an u.a. den folgenden Orten, Audimax Hauptgebäude, Grimm-Zentrum, Erwin-Schrödinger-Zentrum und Mensa Nord. für mehr Informationen dazu sowie deren Öffnungszeiten siehe hier.

 

mit glitzernden grüßen,

eure FSI

AG Toiletten für Alle

Am Mittwoch hat der Refrat eine Pressemitteilung veröffentlicht:

Toiletten sind für alle da!

Schon lange gibt es studentische Kämpfe um Toiletten für alle an der Uni. Zweigeschlechtlich getrennte Frauen- und Männer-Toiletten sind ein unsicherer Raum für alle Menschen, die nicht (immer) als das Geschlecht gelesen werden, dem sie sich zugehörig fühlen oder sich weder dem einen noch dem anderen zuordnen, das heißt insbesondere für Trans*-Menschen. Sie müssen sich bei einer so alltäglichen Sache wie auf Toilette zu gehen, in Kategorien einordnen, mit denen sie sich nicht identifizieren, ihr Geschlecht wird von Anderen infrage gestellt, sie werden angefeindet, gar körperlich angegriffen. Die Toilette wird zum Teil zum gemiedenen Ort.

Ein Teil der Lösung, gegen diese Transfeindlichkeit zu kämpfen, kann es sein, all-gender-Toiletten, also Toiletten für alle Geschlechter, neben weiterbestehenden Frauen- und Männer-Toiletten einzurichten oder einfach umzubenennen. Das fordert auch die AG „Toiletten für Alle“ an der FU. Die Alice-Salomon-Hochschule hat sie schon und es wird Zeit, dass die anderen Unis nachziehen und dies nicht als irrelevant abtun.

Auch wir fordern:
Toiletten für Alle! Kein Platz für Transfeindlichkeit!

Diesem Aufruf möchten wir uns anschließen. Toiletten, die nach Geschlecht getrennt sind, sind Orte tägliches Unwohlseins und Angst sowie der Gewalt für trans und nicht-binäre Menschen und Personen, deren Geschlechtspräsentation nicht den Normen entspricht. Die Einrichtung von all gender Toiletten sind daher unglaublich wichtig für die Sicherheit und das Wohlfühlen von vielen Menschen an der Uni.

Neue Mitglieder in der Initiative sind sehr willkommen. Falls ihr Interesse habt, meldet euch bitte entweder einfach auf diese Mail oder über andere Kommunikationskanäle, wie z.B. Facebook, und wir können euch mit den entscheidenden Personen verbinden.

 

mit solidarischen Grüßen,

eure FSI

WORKSHOP für feministische Hochschulpolitik

Wann? Mittwoch, 14.12.2016 17:00 Uhr
Wo? Unter den Linden 6, Raum 1085
für Wen? alle FrauenLesbenTransInter*
organisiert vom Refrat für queer_Feminismus

Ihr habt Bock auf Hochschulpolitik? Ihr würdet gerne wissen, was es eigentlich mit der studentischen und akademischen Selbstverwaltung auf sich hat? Ihr wollt euch queer_feministisch an der Uni vernetzen? Dann kommt vorbei! Im Workshop soll es darum gehen, wo und wie an der Hochschule politisch mitgemischt werden kann mit einem Fokus auf (queer_)feministische Politik. Ihr könnt eure Fragen, Wünsche und Interessen mitbringen oder einfach so kommen.

Offen für alle Geschlechter außer Cis-Männer*.

*Eine gängige Erläuterung für Cis-Mann ist: Du bist ein Cis-Mann, wenn dir bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und du dich auch so identifizierst.

entnommen von der offiziellen Refrat-Seite

get_together am 30.11.16

Wie versprochen teilen wir euch hier nochmal den Ort für unser monatliches Kennlern- und Vernetzungstreffen mit, welches wieder am Mittwoch den 30.11.2016 um 20 Uhr stattfindet.

Die Location ist dieses Mal wieder der Südblock am Kottbusser Tor. (Adresse: Admiralstr. 1-2, 10999 Berlin)
Der Süblock verfügt über ungegenderte Toiletten und ist mit Rollstuhl zugänglich. Es gibt einen seperaten Nichtraucher*innenbereich.

Eingeladen sind alle Gender-Studierenden, Freund*innen und Interessierte.
Wir freuen uns darauf, miteinander einen schönen Abend zu verbringen, zu reden, uns kennenzulernen und gemeinsam Spaß zu haben.
Wir wünschen uns ein achtsames Miteinander und einen Raum, der soweit wie möglich safe(er) für alle Anwesenden ist.
Deshalb behalten wir uns vor, Menschen, die sich diskriminierend verhalten, sei es durch sexistische, homo- oder trans*feindliche, rassistische (inkl. cultural appropriation/kultureller Aneignung) oder andere diskriminierende Worte und/oder Taten, von diesem Treffen auszuschließen.

Transgender-Workshop

Ein kleiner Veranstaltungshinweis:

Am 05.12.16 und am 07.12.16 wird jeweils ein zweistündiger Workshop zum Thema „Transgender“ angeboten.
Aus einer Ankündigung dazu:
„Was ist eigentlich…Transgender?
Ca. 0,3-1% der Bevölkerung sind transgender. Doch was heißt das eigentlich?
Mein Name ist Felicia und ich studiere Psychologie. Ich selber bezeichne mich als transgender und möchte Euch in Workshops einen Raum geben, Euch über das Thema zu informieren und über das Thema „Geschlechteridentität“ zu reflektieren. Vorwissen ist dazu nicht nötig – alle Fragen werden (so weit möglich) geklärt.
Ich würde mich freuen, viele von Euch begrüßen zu dürfen :)“

Der Workshop von Felicia (in Koorperation mit der Fachschaftsinitiative Philosophie) findet am Montag, den 05.12.2016 von 16 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch, den 07.12.2016 von 12 bis 14 Uhr statt.
Um euch für einen der beiden Termine anzumelden (falls ihr zu beiden könnt werdet ihr zugeteilt) könnt ihr der Philo-FSI bis zum 27.11.16 eine Mail schreiben an fsi.philosophie@hu-berlin.deDie Teilnehmer*innenplätze sind begrenzt und werden an die vergeben, die sich zuerst melden.

Vollversammlung queer_feministisches Refrat

<meta http-equiv=“refresh“ content=“0; URL=/fsi.gs.hu/?_fb_noscript=1″ />Es steht bald die Wahl für das queer_feministische Refrat vor der Tür. Am 29.11 (dienstags) um 13 Uhr wird es eine Vollversammlung für FrauenLesbenTransInter* geben. Ort wird noch auf der Refrat Webseite  bekannt gegeben.

Das Referat ist gerade personell kaum besetzt und braucht Freiwillige, die sich engagieren möchten. Es ist unserer Meinung nach ein wichtiges Mittel, queer feministische Politik in der Uni zu realisieren und bietet wichtige materielle Möglichkeiten, Projekte u.ä. durchzuführen.

Wer also Zeit und Energie hat, kommt bitte vorbei!

Stellungnahme zu Prof. Markus Egg (AfD)

Am Dienstag, den 08.11.16, unterbrachen einige als Clowns verkleidete maskierte Personen das Seminar „Introduction to Linguistics“ von Prof. Markus Egg (Institutsleiter Anglistik und Amerikanistik an der HU), um die Anwesenden per Flyer über die AfD-Mitgliedschaft des Professors zu informieren.
Mittels der Flyer (vgl. unten) wurde auf die Gefährlichkeit der AfD hingewiesen, welche „für rassistische Hetze, diskriminierende Geschlechterrollen und antifeministische Haltungen“ steht und diese „in der Mitte der Gesellschaft“ verankert.
Außerdem wurde die aktive Mitgliedschaft Markus Eggs in der AfD betont, für welche er u.a. Reden hält, sich zur Wahl stellt und an Werbeständen mitwirkt.
Die Aktivist*innen „finden es inakzeptabel rechten Meinungen einen Raum zu geben“.

Wir möchten uns hiermit dem Aufruf der Aktivist*innen anschließen, „Rassismus, Nationalismus und Sexismus – weder an der Uni noch sonst irgendwo“ zu tolerieren und aktiv dagegen vorzugehen.

Darüber hinaus sind in der letzten Woche vor der Veranstaltung Markus Eggs Security präsent. Dies macht den universitären Raum sehr unsicher für Personen, die bereits betroffen sind von Gewalt durch Polizei und Sicherheitskräfte.


Markus Egg ist für ein repressiveres Verständnis von Recht und den Ausbau des staatlichen Gewaltmonopols, gegen Frauenquoten in Führungspositionen und für eine nationalistische, unsolidarische Europa- und Währungspolitik. Er stellt sich gegen ein NPD-Verbotsverfahren, möchte aber unbedingt sogenannten „Linksextremismus“ bekämpfen.
Christliche Werte“ zählen neben „Innerer Sicherheit und Schutz vor Bedrohungen“ ebenso zu „Werten und Zielen“, die ihm besonders am Herzen liegen, wie „Heimatliebe, Patriotismus und Brauchtum“. 1
Darüber hinaus bezeichnet er das Asylrecht als „Einfallstor für Armutswanderung“ und wünscht sich eine „Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild“, welche „bei potentiellen Zuwanderern auf ihr Potential für Integration und Jobchancen“ achtet und ihnen Unterstützung „beim Pflegen ihrer kulturellen Wurzeln“ zukommen lässt. 2
Neben dem wirtschaftlichen Fokus auf der Verwertbarkeit von Menschen wird hier eine ethnopluralistische Position impliziert, welche vermeintliche „kulturelle Wurzeln“ naturalisiert und als für das persönliche Wohlbefinden von Menschen elementar versteht. Dies ist eine in der neuen Rechten verbreitete Neuformulierung alter, rassistischer Denkweisen, auch wenn sich Markus Egg – wie auch andere (neue) Rechte – gerne vom „Rasse“-Begriff distanziert.
Diese Positionen sowie das aktive Einstehen Markus Eggs für die AfD lassen keinen Zweifel an seiner politischen Gesinnung zu.
Personen, welche solche menschenverachtende Haltungen vertreten, sollten keinen öffentlichen Raum – erst recht nicht in pädagogischen Positionen – erhalten.
Die AfD und ihre Mitglieder stehen für Rassismus, Sexismus (inkl. Homo- und Trans*feindlichkeit), Militarismus, Nationalismus und Leistungsgesellschaft und sind deshalb jederzeit und überall abzulehnen, zu kritisieren, sichtbar zu machen und zu bekämpfen.

Von Seiten der Humboldt Universität gab es in der Vergangenheit keinen Rückhalt für die berechtigte Kritik an rechten Professoren.3 Daher ist es leider auch nicht zu erwarten, dass sie diese Auseinandersetzung freiwillig oder in einem emanzipatorischen Sinne führen wird.
Es bleibt daher nur, den Protest und Widerstand selbst zu organisieren.
Die Aktion am 08.11. hat es in dieser Hinsicht erfolgreich geschafft, ein Zeichen zu setzen und auf die rechtspopulistische Haltung von Markus Egg aufmerksam zu machen.
Weitere Aktionen müssen folgen.

Rassist*innen, Sexist*innen & Nationalist*innen sichtbar machen!

Kreativen Widerstand selbst organisieren!

Kein Raum für rechte Hetze und jene, die sie verbreiten!

 


3 vgl. „Uni verbietet sich Kritik an Professor“: http://www.taz.de/!261148/

 


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