Tipps und Tricks: Modulabschlussprüfungen

Im Rahmen der Studienberatung werden wir uns zukünftig Mühe geben aktuelle Probleme mit dem Studium der Gender Studies zu betrachten. Wir wollen unter der Reihe „Tipps und Tricks“ einzelne Schwerpunkte beleuchten, bei denen wir es für sinnvoll erachten uns als studentische Studienberatung zu äußern. Unser Ziel ist es dabei in Richtung eines möglichst freien und selbst bestimmten Studiums zu denken. Für uns bedeutet das ein Kleinhalten von Zeitfresser_innen durch formale Anforderungen, um möglichst viel Zeit zu haben sich selbst bestimmt zu bilden.

Das erste Thema zu dem wir uns äußern wollen sind schriftliche Modulabschlussprüfungen im Bachelorstudiengang.  Hier soll es diesmal besonders um die Form gehen, mit der diese Prüfung abgelegt werden kann. Angeregt dazu wurden wir durch zahlreiche Berichte wonach Hausarbeiten in einem zunehmenden Umfang als Prüfungsleistungen erbracht werden müssen.

Dazu ein Blick in die Studien- und Prüfungsordnung des Studiengangs:
Die vorgeschriebenen Formen für Prüfungen sind zum Einen mündliche Prüfungen (§8 PO) zum Anderen schriftliche Prüfungen (§9 PO).

Dabei stellt die Prüfungsordnung frei, ob die jeweilige Prüfung mündlich oder schriftlich erfolgt. (§10(2) PO). Ausgenommen hiervon ist nur das Modul Eins im Beifach, in dem eine schriftliche Prüfung vorgesehen ist.

Jetzt gibt es jedoch noch Einschränkungen zu beachten: Im Verlauf des Gender Studiums muss mindestens eine mündliche und mindestens eine schriftliche Prüfung in Form einer Hausarbeit erbracht werden. (§10(2) PO).

Damit entsteht bereits eine gewisse Freiheit beim möglichen Angebot von Prüfungsformen.

Der Schwerpunkt dieses Textes soll jedoch die Form der schriftlichen Arbeit sein. Dazu ein Blick in die Vorgaben durch den §9(2) Prüfungsordnung:

Schriftliche Prüfungen können bei Klausuren eine Dauer von bis zu 120 Minuten, bei Hausarbeiten in Abhängigkeit von den zu vergebenden Studienpunkten den Umfang von 5 bis 20 Seiten haben.

Sehr schnell liest sich dies, als ob es nur zwei Formen schriftlicher Prüfungen gäbe: Klausuren und Hausarbeiten. Bei genauerem Lesen wird jedoch deutlich, dass für diese beiden Formen lediglich der Umfang definiert ist.

Es gibt also zahlreiche weitere Möglichkeiten eine schriftliche Prüfung abzulegen, als vielleicht doch eher aufwändige Hausarbeiten.

Bei Einführung des BA waren dazu Response Papers sehr beliebt. Dabei wurde auf ca. 5 Seiten die Position eines im Seminar gelesenen Textes nachvollzogen und kritisch bewertet.

Auch gab es schriftliche Prüfungen in Form von Take-Home Tests. Hier wurden im Zeitraum von 14 Tagen drei vorgegebene Fragestellungen aus dem Seminar im Rahmen von insgesamt 5 Seiten beantwortet.

Weitere Formen für schriftliche Arbeiten lassen sich auch in der Broschüre „Wissenschaftliches Arbeiten in den Gender Studies“ finden.

Essays, Lerntagebücher und Rezensionen sind nur einige davon.

Was beim Umfang der Prüfungsleisten auf jeden Fall noch eine Rolle spielt ist die Anzahl der zu vergebenden Studienpunkte. In Modul zwei und drei werden auf die MAP je nur ein Studienpunkt (lt. Studienordnung entspricht dies 30 Zeitstunden)  vergeben. Eine Hausarbeit erscheint hier im Arbeitsumfang unangebracht. In allen anderen Modulen werden zwei Studienpunkte je MAP vergeben.

Was heißt all dies jedoch für den Studienalltag?

Wer die Möglichkeiten und Argumentationen des Studiums kennt, der_die hat die Chance mit den jeweiligen Lehrenden zusammen Prüfungsformen zu besprechen, die einem am nächsten liegen. Lehrende in den Gender Studies haben standpunkttheoretisch keine eigene Erfahrung mit welchen Leistungsanforderungen und Studienbedingungen ein Bachelor Studium verbunden ist. Im Gespräch unter Darstellung der eigenen Studiensituation lassen sich so oft für beide Seiten wesentlich günstigere Prüfungsformen finden.

Für weitere Fragen und bei Problemen erreichst Du uns

Di zwischen 10-12 in Raum 0526 im HVP 5-7

oder immer:studienberatung_gender[at]gmx.de

Beenden wollen wir diesen Beitrag mit ein paar Fragen an euch: Was sind eure Erfahrungen mit Modulsbschlussprüfungen? Welche Prüfungsarten sagen euch weniger zu – und warum? Und welche Prüfungsarten haben euch hingegen besonders gut gefallen? Wir freuen uns auch über kreative Vorschläge für weitere mögliche Prüfungsarte! Eure Kommentare werden wir gesammelt an die Lehrenden weitertragen.

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