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02.03. 20 Uhr, Flutgraben projektmodul7_flyer_pdf

 

Projektmodul 7

„Es ist dieser Raum der Verknappung, der diese Bewegungen, Transporte, ungewohnten Dimensionen und Einteilungen erlaubt, die lückenhafte und zerstückelte Form, die mit Erstaunen feststellen läßt, nicht nur, daß wenige Dinge gesagt worden sind, sondern daß immer nur wenige Dinge gesagt werden können.“

 

Projektmodul 7 ist als intermedialer Vortrag angelegt, der zum einen auch wie eine Performance funktioniert, und im Flutgraben e.V. am 02.03.2012, 20 Uhr stattfinden wird, und zum anderen eben als Vortrag konzipiert ist, mit anschließender Party.

Das Projekt ist als Persiflage auf das universitäre Modulsystem gedacht und umkreist das Thema Prekarisierung insgesamt. Themenfelder wie Kreativität, begehrte Sicherheiten, Verletzlichkeit, Regierbarkeit, Leistungsdruck, Neid und wie schnell die neoliberale Logik alternative Kontexte vereinnahmen und damit wieder mehrheitlich normalisieren kann.

Im Vordergrund steht auch die Auseinandersetzung mit der Universität als Ort, ein Ort, der das Studieren mehr und mehr als Kundenverhältnis adressiert, StudentInnen, die Studienpunkte, also genau abgezählte Zeit und Aufwand investieren sollen, und diese Punkte für den „Service und die Möglichkeit des Studierens“ abliefern müssen.

Das Projekt ist wirklich eine Modulabschlussprüfung, die mit einem Antrag auf alternative Erbringung der Studien- und Prüfungsleisting für Modul7 im Master Gender Studies der Humboldt Universität zu Berlin bewilligt wurde. Der Flutgraben e. V. als Kunstraum ist wiederum ein Ort, der als ehemaliger Grenzbetrieb zeigt, dass Freiraum nicht zwingend an Grenzen scheitert, sondern vielmehr an Un/Möglichkeiten und sozialen Bedingungen. Mit dem Projekt soll zum einen auch dieser nicht kommerzielle Verein als Kunstraum unterstützt werden, aber auch der Auszug aus den Uniräumen ist als politisches Statement gedacht. Nicht nur im Sinne einer negativen Abgrenzung von der Institution Universität, die das Projekt auch ermöglicht, sondern „Studienleistungen“ mit politischer und künstlerischer Aktion zu verbinden und aufzuwerten. Jedoch ohne die ständige Fokussierung auf den Mehrwert.

Deshalb kann und möchte das Projekt in den Intentionen, das es bündelt, nicht einfach nur ein hipster/creativ Kunstprojekt sein, sondern versucht auch zu erinnern, dass Studieren: Zeit, finanzielle Absicherungen und andere Unterstützungen und Bedingungen braucht; und, dass vor allem Studieren dennoch immer noch auch Projekte hervorbringen kann, die sich nicht von Modulen, Studienpunkten, Bafögentzug, negativen Bafögbescheiden, negativen Wohngeldbescheiden, ständiger Jobsuche oder Regelstudienzeit und noch vieles mehr disziplinieren lassen. Und, dass vor allem verschiedene Unterbrechungen des Studiums nicht das Studieren verzögern oder ein Scheitern darstellen, sondern Teil dessen sind das Studium absolvieren zu können.

Wichtig wird dabei gleichzeitig sein, dass der neoliberalen Logik die Divisionen, die Herrschaftsverhältnisse wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Militarismus, Heterosexismus und Ableismus inhärent sind, also die Spaltung und Konkurrenz von Widerständen und Communities braucht, um immer weiter Widerstand nicht unbedingt gänzlich zu verunmöglichen, jedoch so zu regulieren, dass viele verschiedene emanzipative Communities sich voneinander abgrenzen und so auch potenzielle Handlungsfähigkeiten und widerspenstige Kräfte zerteilt werden, statt diese zu versuchen intensiver zu bündeln. So erhalten soziale Differenzen eigentlich noch schärfere Konturen. Hier steht auch die Frage im Mittelpunkt: Wie Verbindungen geknüpft werden können, ohne dabei die Wirkungen von Hierarchisierungen zu leugnen oder deren Ende schlicht zu behaupten.

Es ist also nicht zu entscheiden, ob das Projekt selbst Kunst macht, Kunst und also Performance ist, ein intermedialer Vortrag bzw. eine „alternative Studienleistung“ oder alles zusammen.

Aber es ist vielleicht doch möglich zu entscheiden, ob das Projekt selbst nicht notwendig in Herrschaftsverhältnisse involviert sein muss, um überhaupt Geltung, Legitimität, Anerkennung und Lesbarkeit erlangen zu können.

 

Studentische Hilfskraft gesucht!

Ende der Bewerbungsfrist: 03.02.2012

Hier ist die Ausschreibung.

Wahlamt für die Stellvertreterin der hauptberuflichen Frauenbeauftragten
(1 Position zu besetzen)

Kandidieren können und wählbar für das Amt der Stellvertreterin der hauptberuflichen Frauenbeauftragten sind alle weiblichen Angehörigen der Humboldt-Universität zu Berlin einschließlich der Studentinnen. Die Stellvertreterin der Frauenbeauftragten wird für eine Amtszeit von 2 Jahren gewählt. Die Wahl erfolgt durch die Wahlkommission zur Wahl der Frauenbeauftragten. Die Aufgaben sowie Rechte und Pflichten der Frauenbeauftragten sind in § 59 BerlHG in der geltenden Fassung vom 26.07.2011 geregelt.

Die nebenberufliche stellvertretende Frauenbeauftragte wird auf Antrag mit 50% ihrer Dienstaufgaben
freigestellt. Studentinnen können eine Aufwandentschädigung in Höhe der Vergütung einer studentischen Hilfskraft der Vergütungsgruppe I mit 40 Stunden monatlich erhalten.

Aufgabengebiet:
Die Stellvertreterin der hauptberuflichen Frauenbeauftragten unterstützt diese bei ihrer Aufgabe, Chancengleichheit für die weiblichen Hochschulangehörigen herzustellen und zu sichern. Sie berät und unterstützt das Präsidium, die Einrichtungen und Gremien bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Gleichstellungskonzepten für alle Statusgruppen insbesondere im Hinblick auf Frauenförderung. Sie betreibt eine diese Belange betreffende Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und nimmt Anregungen oder Beschwerden insbesondere von weiblichen Hochschulangehörigen entgegen.

Voraussetzung:
Kommunikations-, Beratungs- und Organisationsvermögen, Kenntnisse in der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Von Vorteil sind Fähigkeiten zu konzeptioneller Projektarbeit.

Schwerbehinderte Bewerberinnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind innerhalb von drei Wochen (bis zum 3. Februar) an den Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, zu Händen Dr. Sandra Westerburg, Leiterin des Präsidialbereichs der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin zu richten.

Im Themenschwerpunkt Weiße Männer präsentiert das deutsch-schwedisch Performanceduo Iggy Malmborg und Johannes Schmit ab 20. Januar die englischsprachige Performance White on White #3, die sich mit der Geschichte der Bodyart und mit Critical Whiteness Studies auseinandersetzt. Hier gibt es einen Trailer… und Infos in englischer Sprache auch auf www.whiteonwhite.eu

Außerdem gibt es noch einige wenige Plätze für den kostenlosen Critical Whiteness Workshop: Enjoy Whiteness am 28. Januar – (Anmeldung erforderlich).

White on White #3
/ Performance in englischer Sprache

Termine
20 / 21 / 28 Januar 2012 – 20.00 Uhr
+  29 Januar 2012 – 19.00 Uhr & Künstlergespräch nach der Vorstellung

Willkommen im Wohnzimmer zweier Weißer Männer, die Sie bei Tee und Zigaretten zu einem Abend ohne Überraschungen begrüßen. Während sie gemütlich am Tisch sitzen und rauchen, fabulieren sie munter über die Bedeutung des eigenen Weißseins und stellen das Programm des Abends vor. Es wird um Weiße und Schwarze Bühnenräume gehen, um Vorstellungskraft im Allgemeinen und Grenzüberschreitungen in der Performancekunst im Besonderen. Sie kündigen an, dass sie am Ende der Vorstellung auf die Bühne scheißen werden. Ganz real. Es geht also um Weiße Männer, die einen Haufen Scheiße produzieren und die versuchen uns, die Zuschauer, davon zu überzeugen, dass damit kein Tabubruch gemeint ist. Weiße Männer, die uns damit etwas über Rassismen vermitteln wollen. Aber wie?

Warum ist die Black Box schwarz? Warum ist der White Cube weiß? Oder anders: wie sähe ein Theater aus, das die Kritische Weißseinsforschung zur Grundlage hat? Wie ein Spielplan in Deutschland? Nochmal anders: Was muss in unsere Kunsträume hineingetragen werden, damit sie weniger Weiß werden? Als theatraler Beitrag zum multikulturellen Dialog bemüht sich White on White #3 darum, der weißen, europäischen Mehrheitsgesellschaft eine Stimme zu geben / ihr das Privileg des Schweigens zu nehmen.


“The small brown pile, so private and so spectacular, when it comes to lie at the end on the carpet as a product of the oral and the anal: it succeeds. But a feeling of melancholia spreads in the space, given the fact, that an era may have come to its end.”
Barbro Westling / Aftonbladet 31.10.2011 / Schweden

Von + mit Iggy Malmborg / Johannes Schmit Lichtdesign Daniel Goody Visualdesign Ralf Hauenschild In Kooperation mit INKONST, Malmö (SE) / Theaterdiscounter, Berlin (D) Mit freundlicher Unterstützung durch Kulturrådet Schweden / NORDEN Kulturkontakt Nord

Weiße Männer
/ Themenschwerpunkt im Januar Mehr…

28. Januar – Workshop Enjoy Whiteness – hier anmelden…

Tickets bitte hier reservieren…
Kartenpreise 13,- Euro / erm. 8,- Euro

Theaterdiscounter
Klosterstraße 44
10179 Berlin
+49 (30) 28 09 30 62

tickets@theaterdiscounter.de

www.theaterdiscounter.de
www.facebook.de/theaterdiscounter

Diesen Freitag, am 13. Januar, findet um 18 Uhr das erste Ini-Treffen im neuen Jahr statt! Danach wollen wir ein paar alkoholhaltige oder auch alkoholfreie Kaltgetränke -ihr könnt gerne auch etwas mitbringen- trinken.Wir treffen uns im neuen Fachschaftsraum in der Georgenstraße 47, Raum 1.06 in der 1. Etage (es gibt einen Aufzug).
Kommt zahlreich!

Presseerklärung der Landesastenkonferenz Berlin

BERLIN JETZT ZULASSUNGSFREI?

Zulassungsverfahren in ganz Berlin rechtswidrig.

Am Dienstag den 20. Dezember erwirkt der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin die Zulassung zweier Psychologiestudentinnen zu ihrem Wunschstudium und erklärt in dem Urteil alle Berliner Zulassungsverfahren, ausgenommen diejenigen für Staatsexamen und Diplomstudiengänge, für rechtswidrig. Somit sind tatsächlich alle Bachelor- und Masterstudiengänge betroffen, die einen NC besitzen. Auch für Studiengänge wie Psychologie mit einem NC nahe 1,0 wie gilt das. Ihnen allen ging,so das Gericht in seinem Urteil, kein gesetz- und verfassungsgemäßes Verfahren zur Zulassungsbeschränkung
voraus.

Das Verfassungsgericht weist die Hochschulleitungen und Senatsverwaltung darauf hin, dass Studiengänge, die in Zukunft zulassungsbeschränkt sein sollen, durch ein entsprechendes Verfahren zur Ermittlung der vorhandenen Ausbildungskapazität in gesetzlicher Art und Weise geprüft werden müssen. Daraus folgt, dass die aktuellen Verfahren nicht mehr angewendet werden dürfen.
Wir als verfasste Studierendenschaften Berlins möchten unsere große Freude über die so deutliche Unterstützung unserer Position durch das Verfassungsgericht zum Ausdruck bringen und fordern die Senatsverwaltung auf, unverzüglich ein geeignetes und den Vorgaben entsprechendes Verfahren zu entwickeln. Dazu zählt auch die Beteiligung der Studierenden am Verfahren. Wir fordern die Senatsverwaltung und die Hochschulen ebenfalls auf, künftig auf sämtliche Notverordnungen und Staatsnotstandsbehauptungen zu verzichten, wie sie in der Vergangenheit als Begründung angeführt wurden. Diese greifen laut diesem Urteil schlichtweg nicht.
Das Recht auf freie Berufswahl ist ein Grundrecht! Wenn hier Beschränkungen auf Grund eines behaupteten Mangels an Studienplätzen eingeführt werden, muss dies einem streng demokratischen und transparenten Prozess folgen. Wir werden keine weiteren einvernehmlichen Absprachen zwischen Senatsverwaltung und Präsidien tolerieren.

Was bedeutet das für potentielle Studierende?
Allen Menschen die aktuell noch gegen ihre Ablehnung in Berlin vorgehen, soll gesagt sein, dass ihre Chancen durch dieses Urteil sich erhöhen. Sie sollten sich so schnell wie möglich beraten lassen. Anlaufstellen sind vor allem die verfassten Studierendenschaften. Allen, die ein Studium in Berlin aufnehmen wollen möchten wir einmal mehr Mut machen gegen eine Ablehnung vorzugehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es zum nächsten Semester kein adäquates Zulassungsverfahren gibt und Studierende bessere Chancen haben als in den vergangenen Jahren. Rat finden kann jede_r bei den ASten der einzelnen Hochschulen Berlins.

Kontakt:
Sascha Watermann (RefRat HU) lust@refrat.hu-berlin.de 0177 / 8226136
Christine Ilgert (AStA TU) presse@asta.tu-berlin.de 0173 / 8232850

Zum 01.02.2012 wird eine Stelle für die Beratung Studierender mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung bei dem studentischen Sozialberatungssystem der HU Berlin, ausgeschrieben. Die Stelle wird gemeinsam von der HU und dem Studierendenparlament/RefRat ausgeschrieben.

Bewerbungsschluß ist der 05.01.2012.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich zwischen dem 23.01. – 27.01.2012 statt.

Hier ist die Stellenausschreibung

Nächstes Initreffen ist am Mittwoch, 7.12., von 12-14 Uhr!
Wir treffen uns in der Krähe (SBZ Krähenfuss, HU-Ostflügel, Dorotheenstraße 17)! Kommt zahlreich!

Juhu! Es gibt ein Ini-Treffen! Und zwar am Donnerstag, den 10.11.2011, ab 18 Uhr im Relais in der Monbijoustraße 3.

Die Ini wird nach ihrem Tod wiederbelebt! Also kommt zahlreich – es gibt einen Haufen zu tun, für alle und jede_n!

Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften der Humboldt-Uni organisiert in
diesem Semester eine Veranstaltungsreihe zu kritischer Sozialwissenschaft.

Am kommenden Mittwoch, den 9.11., findet die nächste Veranstaltung mit
Juliane Karakayali und Manuela Bojadzijev zum Thema „Rassistische
Konjunkturen im Zeichen der Krise“ statt.

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Rassistische Konjunkturen im Zeichen der Krise

Auch wenn es weitgehend unbeachtet blieb, zeigte sich an der vor einem
Jahr llosgetretene „Sarrazindebatte“, in der MigrantInnen und Arme als
Bedrohung für Deutschland stigmatisiert wurden, wie Rassismus und
Klassenverhältnisse zu einander in Beziehung stehen.
Wie genau sind die Verknüpfungen zwischen Rassismus und
Klassenverhältnissen, zwischen Migration und so genannter sozialer Frage
zu verstehen? Wie interpretieren wir das… Aufkommen einer solchen
Debatte im Zeichen der globalen Krise? Und in welchem Verhältnis stehen
die rassistischen Publikationen des letzten Jahres zu den milden Tönen,
die derzeit zum Jubiläum des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen
den Regierungen Deutschlands und der
Türkei zu hören sind?

Manuela Bojadžijev und Juliane Karakayali thematisieren diese und andere
Fragen in ihrem Vortrag und zeichnen nach, wie in den Diskursen, damals
wie heute, die Vorstellung einer homogenen deutschen Gesellschaft
beschworen wird.

Manuela Bojadžijev ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für
Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin

Juliane Karakayali ist Professorin für Soziologie an der Evangelischen
Hochschule Berlin

:: 9.11.2011 :: 18.30 Uhr ::
:: Universitätsstraße 3b :: Raum 217 ::

https://www.facebook.com/event.php?eid=277447912290095

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